| Bericht von der Herbstfahrt 2011 des Bürgervereins Nürnberg-Südost |
Bürgerverein Nürnberg-Südost trotzt Wetterkapriolen
Im Großraum Mittelfranken gab der Winter eine erste Visitenkarte ab - und die Teilnehmer der traditionellen Herbstfahrt genossen den Sonnenschein des Altweibersommers. Aber der Reihe nach: Am Freitag, den 7.10. trafen sich die Reisewütigen aus Fischbach, Altenfurt, Moorenbrunn und Birnthon um 70:00 Uhr, meist bekannteGesichter (sogenannte Wiederholungstäter), voller Erwartung, welche touristische Schmankerl der Bürgerverein Nürnberg-Südost diesmal vorbereitet hat.
Nach einem Sektfrühstück im Bus ging es nach Aschaffenburg - 2 nette einheimische Fremdenführerinnen zeigten unter dem Motto "Moi Ascheberg" die Highlights ihrer Stadt. Der Rundgang endete im "Schlappeseppl", einer historischen ehemaligen Brauerei - hier wurde das Mittagessen eingenommen.
Mit einem modernen Reisebus (mit extra tiefem Ausstieg, schließlich gehörten die Mehrzahl der Reisenden den "Best ages" an) fuhr man weiter zum"Grossherzöglichen hessischem Porzellanmuseum" in Darmstadt - auf der dortigen einstündigen Führung erfuhren die Reisenden alles zur Verwendung dieses edlen Materials über die verschiedenen Zeitepochen - besondere Heiterkeit lösten hier die "Nachttöpfe für Damen" aus.
Überwiegend am "Vater Rhein" entlang endete der erste Tag im familiärgeführtem Hotel Krone in Rüdesheim - dort wartete bereits ein 3-Gänge-Menü auf die "hungrige Meute".
Am zweiten Tag ging es in die Geburtsstadt des Reiseleiters und Organisators der gesamten Fahrt, Siegfried Seiler: "Kölle am Ring". Die dortige Führung begann natürlich am Dom und führte "auf den Spuren des Heiligen Vaters" zum Rhein und in die Altstadt. Die wissbegierigenTeilnehmer wurden aber nicht mit Jahreszahlen erschlagen - vielmehr wurde die bewegte Geschichte der Bischofsstadt in Form von kleinen Geschichten erzählt. So erfuhren die Mitreisenden nicht nur die Historie, sondern noch viel über die Bewohner der Stadt, den kölschen Karneval mit Prinz, Bauer und Jungfrau und die Originale "Tünnes undSchäl".
Vor der Rückfahrt nach Rüdesheim wurde in der historischen Kneipe "Früh" das Mittagsmahl eingenommen, ein (oder zwei oder drei...) Kölsch - das bekannte obergärige Bier wird nur im Großraum Köln gebraut - durften natürlich nicht fehlen. Die Bedienung heißt übrigens nicht Kellner, sondern "Köbes". Im Hotel Krone hatte der Küchenchef extra für die fränkische Gruppe schmackhaften Schweinebraten angerichtet.
Kaum hatte die Reisegesellschaft gespeist, wartete bereits eine Überraschung auf die Gruppe: Der Rüdesheim-Express (eine in Regensburg gebaute "Bimmelbahn" namens "Emma"). So sahen die Fahrgäste die Sehenswürdigkeiten des Städtchens (10.500 Einwohner) - ohne kostbare Energie zu verschwenden - denn Ziel der Fahrt war das urige Weinhaus "Drosselmüller", wo "Silvia" mit ihrer musikalischer Begleitung so richtig einheizte. Offensichtlich haben aber alle Teilnehmer nicht über "die Strängegeschlagen", denn am Sonntagmorgen um 8 Uhr waren alle wieder putzmunter beim schmackhaftem Frühstück.
Die Weiterfahrt gestaltete sich sehr einfach - nur über die Strasse wartete bereits der Ausflugsdampfer der "Bingen-Rüdesheimer Schifffahrtsgesellschaft". Noch nie erlebt und sehr eindrucksvoll: Das gesamte Hotelpersonal stand am Fenster und verabschiedete die Reisegruppe mit geschwenkten Bettlaken!!!
An vielen Schlössern vorbei führte die fast zweistündige Bootstour nach St. Goarshausen. Hier entstand das Gruppenfoto: 42 begeisterte Mitreisende vor dem 2004 erbautem Denkmal der UNESCO. Inzwischen war auch der Reisebus wieder eingetroffen und Fahrer Marcus brachte die Gruppe zum fantastischem Aussichtspunkt der Loreley, wo sich auch für die Rückfahrt gestärkt wurde. Diese wurde am spätem Nachmittag in Lengfurt unterbrochen: hier fand die Abschiedsmahlzeit statt - ein Winzerteller. Leider konnten die Meisten die Fülle des Dargebotenen nicht verspeisen - ein "DoggyBag" führt dazu, dass es in vielen heimischen Haushalten in den Folgetagen Presssack etc. zum Vesper geben wird.
Um 19:30 Uhr endete die Reise, wohlbehalten heimgekehrt erfuhr die Gruppe von Hagelschauern daheim - und freute sich noch mehr über das Kaiserwetter auf der nun zurückliegenden Fahrt. Es gab nur noch eine Frage an den Reiseleiter: Siggi - wohin fahren wir nächsten Herbst ???
Für 2012 ist Bamberg/Leipzig in Planung, das genaue Programm wird im März vorliegen.Die Fahrten des Bürgervereins werden auf Selbstkostenbasis abgerechnet und kosten etwa 200.- Euro pro Person mit Halbpension.
Siggi Seiler
Stand: 23.10.2011